3.4. Termine überwachen mit Schedule+

Schedule+ ist endlich einmal ein Zubehörprogramm, das sich mit einem richtigen Vollprodukt messen kann. Direkt nach dem ersten Aufruf öffnet sich ein Meldefenster mit dem Hinweis, daß sie Mail ein erstes Mal starten müssen, um die Funktionen zur Unterstützung einer Arbeitsgruppe zu aktivieren. Wenn Sie das nicht wünschen, weil Sie Workgroups an einem unvernetzten Einzelplatz betreiben, klicken Sie auf »OK«, um nur die persönlichen Leistungen zu nutzen. Außer der üblichen Menüzeile sehen Sie am linken Rand Karteireitern nachempfundene Schaltflächen.
Der Terminplaner legt Ihnen das Kalenderblatt des aktuellen Tages vor.
Workgroups für DOS
Rechts daneben ist eine Monatsübersicht, in der Sie auf ein anderes Datum klicken. Eventuell stellen vorher oberhalb des Monatskalenders einen anderen Monat und ein anderes Jahr ein. Ein Klick auf »[Alt-H]eute« bringt Sie wieder zum Blatt des aktuellen Systemdatums.
Ihre Termine tragen Sie im Halbstundentakt neben den vorgedruckten Uhrzeiten ein. Ihre Planung wird automatisch in das Raster des Zeitplaner-Fensters ([Alt-Z]) aufgenommen, das Ihnen eine größere Übersicht über Terminbelegungen schafft.
Wenden Sie »Termin verschieben« ([Alt-v]) aus dem Menü »[Alt-B]earbeiten« auf eine Markierung im Termine-Fenster an, erfolgt eine Warnung, wenn Überschneidungen mit bereits vorhandenen Terminen auftreten. »Termin bearbeiten...« ([Alt-b]) bietet zahlreiche nützliche Optionen.
»[Alt-M]ahner auf« startet eine Weckfunktion, die Sie eine bestimmte Zeitspanne vor dem eigentlichen Termin akustisch daran erinnert. Das Kontrollfeld »[Alt-V]oraussichtlich« markieren Sie, wenn der Termin zwar in Ihrem Kalender eingetragen, aber nicht bei den anderen Gruppenteilnehmern erscheinen soll.
Im Gegensatz zu einem »echten« Netzbetriebssystem wie Novell wickelt Windows für Workgroups seine wesentlichen Aufgaben auf MS-DOS-Ebene ab. Windows ist lediglich für das recht langsame und simulierte Multitasking zuständig. Deshalb können Sie schon auf der DOS-Ebene sehr einfach Zugriff auf entfernte Drucker oder Festplatten erhalten. Selbst ein AT kann über die Netzverbindung drucken oder eine Festplatte ansprechen, wenn er mit einem entsprechend ausgestatteten 386-PC verbunden wird.
Windows für Workgroups 3.1 arbeitet auf einem AT nur als Client, kann also nur freigegebene Fremdressourcen ansprechen, wenn er wenigstens 2 MByte RAM und gut 6 MByte freien Plattenspeicher besitzt. Ein 386-PC fungiert erst dann als Server, kann also Verzeichnisse, Laufwerke oder angeschlossene Drucker freigeben, wenn er mindestens 3 MByte RAM und etwa 11 MByte freien Plattenspeicher hat.
Der Befehl »net start workstation« startet den Workstation-Service schon auf MS-DOS-Ebene und fragt den Benutzernamen und das Kennwort ab, bevor die Verbindung aufgenommen wird. Geben Sie anschließend »net« ein, bildet sich ein zeilenorientiertes Eingabefenster, in dem Sie alle in der Arbeitsgruppe verfügbaren Rechner samt Ihrer freigegebenen Ressourcen ansprechen. Geben Sie »net« schon als ersten Befehl ein, wird der Workstation-Dienst automatisch gestartet und fragt die Kennungen ab, bevor sich das Auswahlfenster öffnet. Der Menüpunkt »Zeige Drucker« ([Alt-D]) beziehungsweise »Zeige Laufwerke« ([Alt-L]) erlaubt, zwischen Drucker- und Verzeichnisebene zu wechseln.
Alle verbundenen Laufwerke können Sie nun in Befehlen auf der Promptebene unter den ihnen zugewiesenen Laufwerkbuchstaben verwenden, beispielsweise um lokalen Dateien oder Verzeichnisse mit Xcopy auf die Platte eines angeschlossenen Rechners zu spielen. Mit »net stop« brechen Sie die bestehenden Verbindungen wieder ab.
»Neuer periodischer Termin...« ([Alt-p]) im Menü »Termin« ([Alt-m]) mahnt ein sich wiederholendes Ereignis wie eine Wochenabschlußbesprechung regelmäßig an, nachdem Sie den Zeitpunkt, die Dauer und die Frequenz, zum Beispiel »freitags« eingegeben und eventuell auch den Mahner aktiviert haben. Die Frequenz ist durch »Ändern...« ([Alt-n]) im Feld »Dieser Termin findet statt...« im Ein- oder Zwei-Wochen-Rhytmus, monatlich oder jährlich einstellbar. Termine mit Mahnfunktionen erhalten im Terminkalender ein Glockensymbol, periodische einen kleinen Kreisel.
Probleme beim CD-ROM-Sharing
Die Ansicht im Zweitplaner ([Alt-Z]) zeigt eine aufgerasterte Übersicht:
Treten bei Zugriffen auf einfreigegebenes CD-ROM-Laufwerk auf einem Arbeitsgruppenrechner Schwierigkeiten auf, müssen Sie unbedingt den Aufruf des Laufwerktreibers »mscdex.exe« in der »autoexec.bat« kontrollieren. Sie benötigen die mit Workgroups ausgelieferte Version 2.11. Außerdem muß der Parameter »/s« (für »sharing«) gesetzt sein. Die erforderliche Startzeile, wie etwa »C:\windows\mscdex /s« muß unbedingt vor dem Kommando »C:\windows\net start« stehen.
Wird das Laufwerk trotz Freigabe und korrekter Einträge in der »autoexec.bat« bei einem Neustart eines damit verbundenen entfernten Rechners nicht erkannt, legen Sie eine CD in das Laufwerk ein.
je nach Bildschirmauflösung bis zu vier Wochen mit einer Spalte pro Tag. Bereits verplante Zeiträume werden durch blaue Balken angezeigt. Markieren Sie darin einfach einen neuen Zeitraum und führen »[Alt-N]euer Termin...« im Menü »Termine« ([Alt-m]) aus, um eine Beschreibung einzugeben.
Außer Terminen erfassen Sie noch Ihre aktuellen oder zukünftigen Aufgaben.
Klicken Sie auf »[Alt-N]eue Aufgabe« unter »Aufgaben« ([Alt-g]), um im Eingabefeld eine Kurzbeschreibung des Projekts einzutragen. »OK« nimmt den Eintrag in eine zeilenweise angeordnete Übersicht auf. Ein Doppelklick darauf öffnet ein Dialogfenster mit Eingabealternativen für die Prioriät und das Fälligkeitsdatum der Leistung. Mit »Neuer Aufgabenbereich...« ([Alt-A]) aus dem Menü »Aufgaben« ([Alt-g]) legen Sie verschiedene Kategorien an, zwischen denen sich einzelne Aufgaben per Maus neu plazieren lassen. Die Schaltfläche »Zum Zeitplan hinzufügen...« ([Alt-u]) am unteren Rand des Aufgaben-Fensters benutzen Sie, um die aktuelle Aufgabe in den Terminkalender zu übernehmen.


(c) Jürgen, Richter