4.3. Fernweh im Fenster

Mit den Zubehörprogrammen Terminal realisieren Sie DFÜ unter Windows. Eine entsprechende Karte oder ein externes Modem genügen, um eine DFÜ-Verbindung als Hintergrundanwendung zu betreiben oder sich als Gast in das neue Datex-J (ehemals BTX, heute T-Online) einzuloggen. Über die Zwischenablage übernehmen Sie dann Informationen, die über die Verbindung in Ihren Rechner kommen, in eine andere Anwendung oder »schreiben« komplette Nachrichten durch Einfügen des Inhalts der Zwischenablage in das Terminal-Fenster.
Das Datex-Datennetz für jedermann beschleunigt den bisherigen Bildschirmtext-Dienst, der in den meisten Ortsnetzen nur mit 1200/75 bps konstengünstig zum Ortstarif angeboten wurde. Datex-J unterstützt bis Ende 1993 in allen Ortsnetzen über die einheitliche Telefonnummer »01910« mehrere Übertragungsnormen bis maximal 2300(2400 bps oder ISDN mit 64 Kbps. Terminal erlaubt jedoch keine universelle Nutzung, selbst wenn Sie über eine Benutzerkennung für den Datendienst verfügen, denn es unterstützt nur VT100-Emulation, aber nicht den CEPT1- oder CEPT2-Standard für die Darstellung von Grafikseiten.
Vor der Anwahl richten Sie Terminal für einen Datex-J-Zugang ein. Unter
[Alt-E]instellungen [T]erminal-Emulation... markieren Sie »DEC VT-100(ANSI)« ([Alt-1]) und bestätigen die Einstellung mit »OK«. Öffnen Sie im gleichen Menü »Terminal-Einstellungen...« ([Alt-E]). Wählen Sie »[Alt-8]0« Spalten und als »Terminal-Schriftart« ([Alt-a]) »Fixedsys« oder »Terminal«. Stellen Sie die »Umwandlung« ([Alt-w]) auf »Deutschland«, ohne die Option »[Alt-I]BM in ANSI« anzukreuzen. Bestätigen Sie Ihre Vorgaben mit »OK«, nachdem Sie eventuell noch die Anzeige- und Bedienungsoptionen im unteren Teil der Dialogbox bearbeitet haben. Weiter geht es mit »Datenübertragung...« ([Alt-r]). Sofern es Ihr Modem zuläßt, stellen Sie die maximal nutzbare »Übertragungsrate (Baud)« ([Alt-B]) von »2400« ein und wählen 8 Datenbits ([Alt-D]), 1 Stopbit ([Alt-S]), »keine Parität« ([Alt-P]) sowie »kein« unter »Protokoll« ([Alt-o]). Als »Anschluß« ([Alt-n]) wählen Sie in der Regel »COM1:« oder »COM2:« und aktivieren »[Alt-T]rägersignel entdecken«. Schließen Sie das Fenster mit »OK«.
Nun fehlt nur noch die »Telefonnummer...« ([Alt-n]) »01910« in der »Wählen:«-Zeile ([Alt-W]). Je nach Modemtyp sollten Sie den Standardwert von »Warten auf Verbindung:« ([Alt-V]) auf 45 oder 60 Sekunden heraufsetzen, bevor Sie wieder auf »OK« klicken. Unter »[Alt-M]odembefehle« notieren Sie als »Wählen:«Präfix ([Alt-W]) »AT DP« für die Pulswahl.
TIP Sollten Sie Schwierigkeiten beim Aufbau der Verbindung haben, sp schalten Sie eventuell ein noch aktives MNP5-Protokoll im Modem ab.
Für Hayes-kompatible Geräte übernehmen Sie dabei die entsprechende Voreinstellung, die mit dem Abschnitt »C0« unter »[Alt-H]erkunft:« die Datenkompression abschaltet. Speichern Sie Ihre Konfiguration mit »Speichern unter...« ([Alt-u] im Dateimenü) unter dem Namen »datexj.trm« im Windows-Arbeitsverzeichnis.
Schalten Sie Ihr Modem ein und gehen Sie auf
[Alt-T]elefon [W]ählen.
Sobald die Meldung »CONNECT 2400« erscheint, setzen Sie einen Punkt ». « und drücken die Eingabetaste, um die VT100-Emulation aufzurufen. Anschließend geben Sie Ihre Anschlußkennung ein oder bestätigen die vorgeschlagene Ziffernfolge, um sich als Gast einzuloggen. Mit einem Gast-Account stehen Ihnen lediglich ein paar Demoseiten zur Verfügung, die unter Umständen sogar nicht abrufbar sind, wenn die Seite (grafisch) nicht darstellbar ist, weil der Anbieter die reinen Text- und Formatierungsinformationen seiner Seiten nicht gekennzeichnet hat.



(c) Jürgen, Richter