Rekonstruktion von Dateien

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Rekonstruktion von Dateien



Die Wiederherstellung von gelöschten Dateien war schon immer eines der wichtigsten Themen für die Anwender von MS-DOS. Lange Zeit gab es keine Möglichkeit, gelöschte Dateien mit Hilfsmitteln des Betriebssystems zu rekonstruieren.
Kommerzielle Dienstprogramme wie die Norton Ultilities oder PC-Tools machten sich den Umstand zunutze, daß MS-DOS nur eine logische Löschung von Dateien durchführt, d.h. daß der Dateiverzeichniseintrag als frei gekennzeichnet wird, wobei aber fast alle Informationen erhalten bleiben. Die Daten einer Datei werden beim Löschen in keiner Weise verändert. Aus diesem Grund sind dies Dienstprogramme in der Lage, gelöschte Dateien mit mehr oder weniger Erfolg wiederherzustellen.
Mit der Version 5.0 von MS-DOS wurde das Programm UNDELETE eingeführt, das eine geänderte Version des entsprechenden Programms von PC-Tools ist und daher die gleichen bzw. sehr ähnliche Möglichkeiten bietet.
Die neue Version von MS-DOS verfügt über ein verbessertes UNDELETE-Programm. Der Anwender kann aus drei verschiedenen Schutzstufen die für ihn am Besten geeignete wählen. Jede dieser drei Stufen bietet einen unterschiedlichen Löschschutz und benötigt dementsprechend mehr oder weniger Ressourcen (Festplatten- und Hauptspeicher).
Das Konfigurieren der Löschutzeinrichtung ist unterschiedlich, abhängig davon, ob mit der Kommandozeilen- oder mit der Windows-Version des Programms gearbeitet werden soll. Für beide Versionen ist es erforderlich, Änderungen in der AUTOEXEC.BAT durchzuführen, damit der Löschschutz bei jedem Systemstart aktiviert wird.
Die Windows-Version wird unter Windows konfiguriert und bietet zum Abschluß die Möglichkeit, die AUTOEXEC.BAT automatisch zu aktualisieren.
Beide Verfahren und die technischen Hintergründe beschreiben wir in diesem Kapitel.

(c) Jürgen Richter